Ich mag den Blick
durch fremde Fenster
In fremde Küchen
Wenn keiner da ist
Nur das Licht
Das ein Stilleben
Einer beliebigen Familie
An einem beliebigen Tag
Einfriert.
Dann denke ich immer:
Wie schön!
Hier wär ich gern einmal Gast
Dann wär nichts mehr fremd
Und nichts mehr beliebig
Und was still wär würd leben.
Lyrik
Junge Vulkane
Stilles Glück mit meinem Sohn
Wir sitzen auf der alten Brücke
Werfen Steine in den Bach
Deine kleinen Beine schuckeln
Der Wald wird langsam wach
Der Morgenwind gesellt sich her
Bläht einen Blühtenschirmchenschwarm
Legt über uns den Himmelsatemflair
legst dein Köpfchen an meinen Arm
Lass uns blau den Himmel
Über uns hin ziehen
Lass uns der Welt ihr Sommerzimmer
Glücklich heut beziehen
Du und ich und diese eine Sekunde
Dieses eine Tiefgefällt
Deine Träume zeichnen bunte
Kritzelstriche um uns in die Welt
Steh auf
Steh auf
Deinen eigenen Wurzeln
Vor
Deinen eigenen Kulissen
Unter
Dem auf dich gerichteten Spotlight
Sonst
Spielst du nach anderer Götter Drehbuch
Fällst
In anderer Leben Schicksal
Unter
Fremden Schwertern
Und auf
Ungehörigen Bühnen
Spielt sich’s am schlechtesten.
Kenn deinen Text
Oder improvisier!
Hinter den Kulissen
Lauern die Augen deiner Zweitbesetzung
Zieh!

Ich warte
Auf deinen Zug
Reagiere
Auf deinen Move
Verlasse
Dein sicheres Feld
Wir nähern uns
Der Antwort:
Wer ist der Sieger
Und wer ist der Held
Große Fragen
Worte
Fühle
Lass uns ein paar Fehler machen
Stille Einkehr
Kehrt der Tod ins Haus ein,
Legt schwarz das Schweigen er in jedes Wort
Ein jeder sucht nach des Anderen schützend Hort
Am Ende trauert doch jeder für sich allein