Lyrik
Der freie Platz
Ach höre von fern
Legt Die Uhr einen weiteren Schlag
Dass niemand sich wundert
Dass der Blitz erst nach dem Donner
Über uns kam
Ach sieh
Es wird Frühling im August
Die Erde taut auf, schmilzt uns
Unter den Füßen hinab
In den Himmel
Dass niemand sich fragt
Dass der Mond nun um einen
Leeren Platz kreist
Dass niemand sich fragt
Dass hier so gut ein Ort wär
Wo man Leben könnt
Wenn man denn gut
Leben könnt
Zurück in den Sattel
Unter glasklarem Himmel
Mit lupenreinem Verstand
Von hohen Absichten geleitet
Mit zielsicherer Hand
Den Stift langsam geführt
Wie ein Blinder, der
Durch Hoffnung den Glauben
In Gewissheit verkehrt
Zeichnet das Schwarz seine Spur
Kratzt die dünne Spitze ins Weiß
Schreibt mit einmal das Wort
Das die ganze Welt umgreift
Wär ich ein Baum
Wär ich ein Baum,
Ich wüchs dir einen Schatten
Worin du Ruhe fändest, Kraft
Und Träume von Arkadien
Wär ich ein Land,
Ich röch nach feuchter Erde
Nach frischem Moos,
Das dich betört.
Wär ich die Welt,
Ich hielt die Luft an nur für uns
Und für den einen Augenblick
Da wir uns im Regen küssten unter Eichen
Herz in Moll
Verdunkelung
Ist schon ok
Ein Titel Hetzjagd
Die Stadt träumt von der Stille
Die Welt träumt wieder
Wieder ist Deutschland ein Phantom
Europa zerreißt es wieder
Wieder Sturmzeichen
Die vom Horizont drohn
Die Welt, sie träumt vom Fliegen
Europa wachsen aber keine Flügel
Es treiben gefährliche Wurzeln
Lockernd die Lockungen
Durch Alles tragende Hügel
Die Stadt träumt von der Stille
Unter jedem Schritt rumorts
Es treiben tektonische Wellen
Auseinander ein jedes Wort
Bolaffi angelo
Augen zum Herzenbrechen
Augen zum Herzenbrechen
Und Wimpern um daran kleben zu bleiben
So lang wie der Blick tief war
So glühend wie finster
Zwei Augen zum Seelenfangen
Zum Verlieren