Mobbing – deleted Scene

Nicht alle Kapitel schaffen es in die endgültige Version. Ein paar Szenen müssen der Schere zum Opfer fallen. Beim aktuellen Jugendroman müssen die folgenden raus. Definitiv. Zu viele Probleme für die Handlung. Zu viele neue Charaktere, die einfach nur auftauchen und nie wieder eine Rolle spielen. Aber der Gedanke dahinter gefällt mir und deshalb poste ich es jetzt hier, ohne dass ich es je überarbeiten werde. 17 Ich war noch in der Grundschule, als ich die erste Schlägerei mitangesehen ...

Das Netz des Lebens

Erster Schritt: Familienzeit. Alles fährt runter. Der Blick richtet sich nach innen, je dunkler es wird. Alles geschmückt. Überall Glanz an den Fassaden, der sich in den Augen spiegelt. Zweiter Schritt: Silvester. Überall sagen sie: Altes endet, Neues beginnt. Vorsätze. Darum blickt man zurück. Blick von innen heraus auf das eigene Leben und die Entscheidungen gerichtet. Letzter Schritt: Selbstmord. In dieser Zeit mehr denn je. Weil man sich versieht. An den entscheidenden Dingen vorbeiblickt. ...

Buchenwald (3)

Ich bin eingeschlafen, als ich zu Hause ankam. Und da war sofort dieser Traum. Wie ich aus der Tür trete. Hinter mir blieb das große, pechschwarze und undurchsichtige Ewigwabernde zurück. Ich trat von der Wärme hinaus in die grelle Kälte. Stand auf einer unendlich weiten Fläche voller Kieselsteine. Die Luft schmeckte staubig, steinig, ähnlich wie Kalk. Ich hob einen Stein auf, einen der Weißen. Jnd ich sah, dass das Weiße sich wie Kreide abwischen ließ. Ich sah auf, schnürte mir den ...

Es gibt Augen, die so traurig sind

Und doch nicht einmal sagen

Halt mich fest, ich werde blind,

häng an den Fäden meiner Narben

Und auf die bleiche Haut fällt

Schräg das grüne Licht

Während die Welt sich weiter dreht

Bewegst du dich einfach nicht

Es gibt Stimmen, die laut reden

Worum es geht, sagen sie nicht

Sie zeigen auf das grelle Leben

Du beschattest dein Gesicht

Und zwischen mir und dir

Verwachsen die kalte, graue Stadt

Zwischen dir und mir

Zu viele Leben finden statt

So ein Mensch

So ein Mensch, der gelebt hat, Im Sterben aber gegen den losen Stein eines Damms fällt, Dessen Tod dann die Flut bringt, Und nunmehr nun nicht mehr Als ein Anstoß geworden ist: So einer ist in den Augen Der Welle kein Mensch mehr. Auf den Straßen der Republik: Wölfe Mit blutleerem Blick. So ein Mensch, den man brüllend Durch ein Land trägt, mit nichts Als Angst und Hass und Stolz Dessen Tod lauter klingt als sein Name, dessen Biografie Wertloser wurde als seine Beerdigung, so ...

Dirt in the Ground (4/4)

Anfang verpasst? Hier ist Teil 1 Hier ist Teil 2 Hier ist Teil 3 Hier ist Teil 4: Er schreit ja selbst vor Schmerzen. Ich lasse ihn auf mich einschlagen. Lasse zu, dass er mein Gesicht trifft. Lasse das Schwarz zu. Die Umnachtung. Das Bleierne. Das endlich leibhaftig gewordene Elend. Ich lasse ihn brüllend mein Blut mit seinem vermischen. Ich wage es aufzusehen. Wage es durch den roten Schleier einen Eindruck zu bekommen, wie er innehält, zurückkippt. Wie er zu Boden sinkt: er sieht aus wie ...