Erster Advent – Neuanfang

Wer an der Vergangenheit leidet, ist handlungsunfähig.

Das hatte Helge ihm auf die erste Seite des Buches geschrieben. Überreicht hatte er es mit den einfachen Worten: „Herzlichen Glückwunsch“.

Nolte blätterte etwas unschlüssig darin. Es war ein Buch, wie er es garantiert nie selbst gekauft hätte. Aber er wusste, wie das Geschenk gemeint war. Helge und er waren dabei, sich von der Zeit in zwei verschiedene Richtungen trennen zu lassen.

Als ob das Leben ein Fluss wäre und ein großer ...

Liebe

Als wir uns trafen
Und du mir sagtest
Dass du hinter meine Augen
Treten wolltest
Weil hinter meinen Augen
Die große Unendlichkeit
Der Wortwelt beginnt
Du die Retinatür aufschlugst
Rechnete ich nicht damit
Dass du in
Meiner Hinterwelt dich
Verlieren würdest
Wann immer du
Aus mir auf die Welt schaust:
Ich hab die Tore für dich
Aufgelassen.
Hab dir das Wort „Liebe“
Auf die Augenschwelle gelegt
Und warte
Dass wenn der Augenblick schließt
Du das eine Wort findest,
das dich zurückbringt.

Charly Villons Brief

Der gute Charly ist auf Weltreise derzeit. Ab und an hat er mir in letzter Zeit eine Postkarte geschickt und meist waren kurze Gedichte und Anekdoten darauf, die er mich bat, ich solle sie doch auf meiner Homepage publizieren. Damals, als er losgezogen ist, hat er gelacht und gesagt, ich soll nur abwarten. Wenn seine Worte, meine virtuelle Bühne nicht begehrter machen würden, dann wisse er auch nicht. Es war ein Spaß. Natürlich ist er von seinen Sachen überhaupt nicht überzeugt. Er hält es ...

Sturmzeit (6)

Anfang verpasst?

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Hier geht es zu Teil (2)
Hier geht es zu Teil (3)
Hier geht es zu Teil (4)
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Und jetzt geht es endlich weiter:

Als Josy mit 16 ihren Steven heiratete, hatte sie zu ihrer Schwester wortwörtlich das gleiche gesagt, was sie auf dem Rückweg jetzt auch zu Quinn sagte: „Das war’s. Ich hab den letzten Schlag hinter mir.“ Und weil Quinn nichts antwortete, sondern einfach nur auf den schwarzen Boden vor ihren Füßen starrte, fuhr ...

Kinder

Wo du auch gehst

Wie Schatten folgen dir deine Kinder

Legen sich an Wände,

Auf die selbe Art wie du

Legen sich ins Zeug

Mit der selben Kraft,

Die du ihnen zeigst.

Wo du auch treibst

Wie Blumen öffnen sich deine Kinder

Legen ihre Augen auf die Welt

Wie Stempel, deren Eindrücke

Du ihnen erlaubst

Legen ihre Farben in die Jahreszeit

Wie kleine Blütenstaubexplosionen

Unter der Zeitlupe des Lebens

Was du auch sagst

Wie von selbst

Hörst du dich aus ihren Gedanken heraus

Siehst du ...