Das gemachte Nest

Vermisst und bereust mich
schreibst meinen Namen auf Papier
reißt mich in Stücke
in alle Winde verteilt.

Lässt die Endsilbe meines Namens
sich auflösen zu Flugasche
lässt mich werden
zu Rußwolken.

Das gemachte Nest,
Riecht auch nur nach bereits gelegten Eiern.
Du hast gesagt:
Du legst dich nicht fest
Und beginnst, meinen Namen runterzuleiern.

 

Beine auf Erden

Mit beiden Beinen auf der Erde Und Angst, du könntest dir den Kopf Am bleiern schweren Himmel stoßen Rennst gegen Mauern und drängst Gegen ein Leben aus Gegenwind Hängst an einem Du, das zwischen den Fingern zerrinnt Entdeck doch die Welt aus einem Koffer Greif den nächsten Horizont an der Hand, spring über Zeilen wie Grenzen Entzünde dir selbst deinen Soundtrack Verlier deinen Namen zwischen Fremden Himmeln und noch fremderen Wettern Mit beiden Beinen auf der Erde Musst du dich ...

Zion und Babylon

Zion ist aus Sand gebaut
Und Babylon aus Träumen
Wir sind nicht schlecht,
nur weil wir streben.

Tränen gibt es nur
Wo Hoffnungen uns führen
Wir treiben, das ist und wird
ewig unser Schicksal sein;

Es braucht uns nicht zu fürchten
In Zion können wir schlafen.
In Babylon lässt sich leben.

Wenn sein Leben ein Song wär

Sie fragt: Wie hältst du es aus? In deiner Haut? Er sagt nichts Weil er der Frage nicht traut, Die sich hinter all ihren Fragen aufstaut Sie packt Ein ganzes Leben zusammen Ein Leben aus Schmerz Er schaut aus dem Fenster In seiner Brust schlägt längst Nicht mehr nur noch sein Herz. Und er denkt: Wenn dieses Leben ein Lied wär Dann käm jetzt das Fill-In Mit verzerrten Gitarren Und donnerndem Schlagzeug darin Und nichts wäre so still Wie ein endgültiges „Fick dich!“ Das sie nicht aussprechen ...

Karawane

Es gibt eine Straße, Die nur weg führt, Nicht mehr. Eine Straße, die führt Der Schritt folgt dem Herz Nicht sehr. Alle Horizonte vereint im Fluchtpunkt voraus Nicht hier. Und ich hab Fernweh nach dem kommenden Wort, Und ich hab Fernweh nach Bergen und Meer Und ich hab Fernweh vor dem Jetzt und dem Hier Es gibt eine Straße, die führt alle Menschen zu mir ein Lichterheer Und alle Horizonte glühen mir einen Weg vor die Tür leuchtend schwer. Und ich hab Fernweh nach Ruhe und Flair. Und ...