Das Dogma

So wie es aussieht

Ist es so wie ich es sehe

Ist was ich sehe die Regel

Im Allgemeinen

Verbirgt sich

Das „Meinen“

Hinter dem „All“.

So wie es vorkommt

Hervorgetreten aus der

Gemeinheit

Ist das Besondere

Besonders

Weil es mir vorkommt

Wie es ist.

„So wie es aussieht

So soll es sein“

Sonst könnt ja am Ende

Alles viel vielfältiger

Und ich viel

Blinder gar

Sein

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Auf ein Strandbild
So sieht Neid aus
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Auf den Blick
Von hier ins Paradies

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Und du kannst mich wieder
Reinziehen
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Gibt es nicht für
Für den andern Fensterblick

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Auf den Abend in der Strandbar
Nur weil grade keiner da war
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Gehn auf das Halbkreispanorama
ab 181 Grad wird es unerträglich lahmer

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waren gestern, heut geht mehr ab
denn ab
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nennt sich das Foto kaum noch Urlaub.

Popsongs in meiner Stimme

Wenn ich so hier einfach nur an dich denke Und mir vorstelle, wie es wohl klänge, wenn meine Worte ganz Dmmdaduu wären nichts würd’ den Sound meiner Seele verfehlen Und ich wippe im Takt, betone 2, beton’ 4 Schlag mit dem Silbenring gegen die Hüfte von mir Wenn meine Worte ganz Dmmdaduu wären Ich glaub, du würdest - mich ganz genau hören. Dann singe ich laut von dem, was in mir klingt Dann singt jedes Wort von mir, singt und dringt Ganz tief durch den Tag, du ganz nah bei mir Und meine ...

Der Wald

Setz dich zu mir hin, Baby, hier zu mir an diesen Baum hier träumte schon vor tausend Jahrn der Wald den großen Traum. Setz dich zu mir hin, Baby, leg deinen Kopf ruhig her hier brennt’s noch lange nicht, nein hier ist die Luft noch nicht zu schwer. Setz dich zu mir hin, Baby, und ruh dich mit mir aus. Die andern sollen schrei’n und tob’n Der Kampf holt sie schon aus dem Grünen raus. Setz dich zu mir hin, Baby, das letzte Stückchen Lebenswert dort vorne ist die Grenze aber hier ist’s ...

Des Wörterschmieds Schwur

Ich bau uns eine Höhle
Aus schwarzer Tinte und Papier
Und gibt es nichts mehr zu erzählen
Wir bleiben hier!

Wir denken uns die Welt aus
Silbensterne leuchten heute Nacht
Sie buchstabieren uns das Leben
Niemehr aufgewacht!

Und dreht sich über uns die Hölle
Aus blank weißem Firmament
schmieden aus Worten wir uns Treue
Auf ewig Pergament.

Nebel

Der Nebel

Sanft vor dem Tag

Sacht der Röte

Kraft nimmt

Dem Morgen

Den Atemhauch

Zum Negligee webt

Worin

Der Busen des Waldzugs

Sich wölbt vor Lust

Heiß glühend

Dir septembrisch entgegen

Voll Lust

Dir den Aufstieg

Zu süßen

Mit gierigem Wehn

Umschlingt das Nebelkleid

Dir deinen Leib

Fasst heimlich dich an

Stark bebt

Er dir durch die Glieder

Des Glückes Blütenzauber

Das Glück treibt Blüten
Sanft schmiegt es sich an
Wie ein Schatten auf
Weißen Küchenwänden,
der aussieht wie ein Land.

Schlicht taumeln die Sonaten
Durchs frühe Morgenlicht
Als trügen sie der
Botschaft das Geleit,
Was dieser Tag verspricht.

Stumm knospt es, öffnet zart
Der Stundenschlag die Blüten
Allmählich und ganz zart
Wächst durch das Atmen
der Sekunden unsres Glückes
das Blumenkleid des Tags.

Ratschläge an Lea S.

Schreib dein Leben in Schwarzweiß
Leb deinen Namen als Kontur
Zieh die Konturn in einem Strich
Und kolorier dir nur
Die Hintergrundschraffur.

Du wirst ein Wort aus einer Silbe
Mit nur einem Atemzug gehaucht
Eins für das es lohnt zu schweigen
Du wirst ein Sound
Im Eigentlichnurgeträumt

Sing dir deine eigenen Balladen
Mit einem Schlussakkord in Dur
Sing dir das Schlaflied nur am Abend
Und vergiss
Den Refrain aus purem Gold

Und alles wird besser
Und alles wird gut
Alles wieder gut.

Blues in Konjunktiv-Moll

Ich frage mich, ob du würdest.
Ich meine, wenn alles duweißtschonwie wär.
Ich frage mich, ob lächelnd du stürbest,
eines Tags, am Ende des längsten Tags.

Ich frage mich, ob du verstündest.
Ich meine, wenn alles duweißtschonwie wär.
Ich frage mich, ob du einsähst und spürtest
Eines Tags, am Ende des längsten Tags.

Komm zu mir zurück und wir reden darüber
Komm zurück, wir werden schon sehn.
Komm zurück und wir reden wie früher
Komm zurück, mal sehn, wo es hin führt.

 

Wenn ich mich auseinandersetze

Mit dir

Ich jedes Teil auseinandersetze

Von mir

Und am Ende immer noch ein Teil fehlt

Wir setzen uns wild aneinander

Fügen uns zum neuen Chaos beinander

Werden ein Teilchengestöber

Vorzüglicher Güte

Wenn dann ein Teil fehlt

Von uns

Teilen wir uns die Lücke

Wir zwei

Und setzen uns nicht mit der Suche

Auseinander

Sondern mit uns

Dem Teil aus Teilen

Dem Einen aus Zwei