Erste Sätze

Ich liebe erste Sätze von Romanen. Aber das kann heute keiner mehr. Gute erste Sätze. Und überhaupt: Moby Dick. Anna Karenina (!), Die Verwandlung, ..., ich bin wahrscheinlich der einzige Mensch auf der Welt, der erste Sätze auswendig kann. Dabei beginnen Stories mit ihnen. Sie ziehen dich wie einen Maelstrom in sie hinein. Wer will schon weiterlesen, wenn das erste Wort ein Name ist? Oder ein Dialog - ein Wort hinter einem Gänsefüßchen, ... So fangen Filme an. Nicht das Leben. Das Leben ...

Ich wollte so geniale wie einfache Sätze schreiben

Ich wollte so geniale wie einfache Sätze schreiben wie: Die Gedanken sind wie Gärten. Aber das hat Orhan Pamuk ja schon geschrieben. Ich wollte umwerfende Sachen schreiben, die wenigstens einen Menschen treffen und aus dem Gleichgewicht seines Alltags bringen. Ich wollte so geniale Atmosphären schaffen wie Murakami, aus dessen Geschichten Auren wie pastellfarbene Blumen wachsen. Ich wollte Abenteuer erdichten, wie Dumas, Menschen schaffen wie Gogol, tief und ehrlich und authentisch wie Dostojewski ...

Cineast und Bibliophil – Kino und Literatur

Ich bin Cineast, liebe die Welt der Filme und den Zauber des - Achtung - Lichtspielhauses. Aber ich bin zu sehr Wortverliebt, kuschel mich ins Rascheln von Papier, leg mich zu d‘Artagnan zwischen die Zeilen. Ich atme den bibliothekaren Duft alten Seitenstaubs, schwängere meine Fantasie mit dem Odeur von Druckerschwärze. Die Aneinanderreihung von Bildern, die geschenkte Erfahrung geteilter Fantasiewelten im Kino. Die durch Technik geschaffene Verewigung theatraler Leistungen, das Spiel mit den ...