Das letzte Wort

Ach sie toben durch den virtuellen Ort Wollen nur das letzte Wort Wollen einig mit sich sein Tönen pompös: sieh her, was bin ich klein. Wollen sagen, dass die ganze Welt es hört Was sie denken, was sie stört Selbstverständlich stets im Recht Man fühlt sich ja auch nicht mal schlecht wer Unrecht hat, der müsste es ja spüren Man fühlt nix, ergo: kann man nie verlieren Man drängt die stolzgeschwellte Brust Zur Lust den Klügeren zum Frust Das letzte Wort woll‘n die Besserwisserbuben Hier ...

Im Frühling der Worte

Im Frühling der Worte
Knospen zwischen den Silben
Langsam Bebäumungen hervor
Langsam wuchert es innwändig grün.

Es recken sich Kräfte
Aus verschlafenen Wildungen
dornschwanzbewehrte Lautlianen
Offen nach 100 jährigem Schlaf

Die Wege öffnen sich
weiten sich, breiten die Schultern
aus Schwarzgeäst äugt nun das Bunt

Die Dichtungen deuten sich
ausgesandt der Eulen Bote ins Land,
das nur von Grausyntaxiomatien begrenzt

 

Wenn ich einmal sterbe (Repost)

Wenn ich einmal sterbe, dann wird es Wörter regnen wie rosa Blüten von Kirschbäumen. An Cézannes Grab soll auch die Farbe aus dem Himmel ausgelaufen sein und sich quer und kreuz über den Friedhofsweg verteilt haben. Und weil die Welt nicht Besser geworden ist, werden meine Worte sauer sein und in der Erde versickern und euch, Nachgeborenen, das Grundwasser trüben. Wenn ich einmal sterbe, dann werdet ihr euch den Augenblick zurückwünschen, da ich im Leben mal still war weil das jetzt nicht ...

Wenn ich einmal sterbe

Wenn ich einmal sterbe, dann wird es Wörter regnen wie rosa Blüten von Kirschbäumen. An Cézannes Grab soll auch die Farbe aus dem Himmel ausgelaufen sein und sich quer und kreuz über den Friedhofsweg verteilt haben. Und weil die Welt nicht Besser geworden ist, werden meine Worte sauer sein und in der Erde versickern und euch, Nachgeborenen, das Grundwasser trüben. Wenn ich einmal sterbe, dann werdet ihr euch den Augenblick zurückwünschen, da ich im Leben mal still war weil das jetzt nicht ...