Wie wir geworden sind – Essay

Wir leben unsere Leben inzwischen einfach nur vor uns hin. Wir umgeben uns mit Ablenkungen, um das nicht mehr wahrnehmen zu müssen, was uns das offensichtlichste geworden ist: dass das Leben ein gewaltiges Mysterium ist, nebulöser als des Stiefmutters sprechender Spiegel, unlösbarer als die Frage nach dem Verbleib des Nibelungenschatzes. Wir sind Treibgut und führen uns auf wie Luxusyachten. Wir sind Menschen und schweigen regungslos wie Götter.

15 – On Air

"Eine Regierung, die sich auf ihre Kunst versteht wird also nur ihrem Volk das Gute tun ohne selbst einen Lohn davonzutragen.“ „Augenblick!“, warf Terry ein und sein Grinsen hatte bereits etwas an Leuchtkraft verloren. „Das erscheint mir tatsächlich glaubwürdig, Terry. Es würde zumindest erklären, weshalb so viele Menschen kein Interesse an der Politik zeigen, umso weniger, wenn man sie mit keinerlei Lohn für ihre Arbeit ködert." ...

Wie ich Schuld trage

Wie ich Schuld trage: Wie ein Geheimnis Mit dem Gewicht eines steinbewölkten Firmaments Mit wachsendem Unterdruck Weil die Himmel sich auftürmen Und das Leben an Tiefe gewinnt Wie ich Erinnerung trage: Wie ein Halten von Atem In Lungenflügeln, Die in den Brustkammern bis zum Äußersten Auf die Auflösung gespannt sind Wie ein Apnoe Der nicht sinkt Dem die Oberfläche davonzieht Und der noch die Himmel über den Wassern Zu spüren beginnt Wie ich Fehler trage: Als Loslösung Ihr Sinken - mein ...