Das Fremde
bin ich.
Die Ferne
in mir
zu weit
um Details
zu erahnen.
Die Zeit
zu konkret
um den Moment
zu halten.
Das Fremde
bin ich.
Die Ferne
in mir
zu weit
um Details
zu erahnen.
Die Zeit
zu konkret
um den Moment
zu halten.
Dezember
Unterwegs über knirschende Wege
Unter den Weidenwegen mit ihren
tief sich verbeugenden Armen
so tief, von ihnen staubt es herab
Schneestaub im Schneewind
Und die kalte Luft trägt das Lied
vom Winter mit dir
in meinem Arm
leg deinen Kopf an mich heran
ich geh für uns beide
in die sich weißende Stadt
Und du hast mir gesagt, wo es weiß wird,
Unser eigenes Winterbild
mit unseren Schritten gezeichnet
Wo es weiß wird, da gehen wir hin.
Weil niemand meine Seele trinkt
und niemand meine Stimme hört
wenn ich erklinge
Nacht für Nacht, –
Weil niemand meinen Namen spricht
und niemand meine Angst erstickt,
die mich befällt
spür ich die Zeit
auf jeder Zelle meiner Haut
und atme Dunkelheit
tief in meine Lungen ein.
Ich warte – bald bricht die Nacht aus mir
Ich harre – wie süß die Finsternis doch schmeckt
wie süß – wie tot.
Von über den Himmeln
und deren Gestaden
berichten die Seelenvögel
beim irdischen Bade.
Es lauschen die Stummen
lächelnd den weit gereisten
Es kümmert die Himmel
nicht viel
Jenen Vögeln vergibt man
denn Träume wachsen nicht auf Böden.
Begleite mich
bis zum Ende
zumindest ein Stück noch
und wenn die Winde uns trügen
so nahm ich dich mit
zumindest ein Stück
ins Dahinter
Dein Janusauge blickt
Ich muss stürzen und verlieren
Deine Stimme spricht
wissend, ich muss folgen
fern von allem, fern von mir.
Am Ende spielt alles eine Rolle
fern von nichts, ganz nah bei dir.
In kalten, flugbereiten Nächten
im Sturz vom Leben in die
eisbedeckten Flammenspitzen
Am Ende . . . eine Rolle
Ich will doch nur … zu viel
Dein Janusauge blickt
in meinen blinden Geist.