Zwischen den Bildern
der Zeit
gefunden ein mit Hand
beschriftetes
flaches
Scheibchen aus Holz.
Nur ein einzelner Name
darauf, darin.
Leise schlägt weit entfernt
die Saite in meiner eigenen Zeit
an. Ich erinner mich nicht.
Brennend aber weckt der Traum
seines Rauches in mir
tränende Freude.
Lyrik
Jenseits
Novemberblues
Draußen wehen die Winde
mir die Worte aus dem Mund
zerfetzt zerbröckeln
die Sätze
und zurück
bleibt ein Taumel aus
Fragmenten und
das kalte Kratzen im Hals.
Herbst um uns,
dichtet sich zu
bis alles im Grau ertrunken
nebelt.
November
Der Mensch auf den Stufen
Wie kann der Mensch
der zwischen Mauern
auf Stufen steht
die abwärts führen
in die Gassen der Nacht
an einen Gott glauben
oder einen Sinn
ein Wort, das erklärt und das stimmt
ein Laut, der in allem enthalten, in allem klingt
?
Wahrscheinlich kann er es
nie
Wahrscheinlich
legt er die Hände an die Mauern,
spürt deren Massiv, erschauert,
resigniert
An den Händen klebt Staub
In der Seele wuchert
Zerfall.
I.M.
Glockenschlag. Alle sieben Sekunden.
Trauerzug. Schweigend den Abschied bekunden.
Vogelzug. Schwarz den Namen in den Nebel graviert.
Herbsttag. sanfter Gelbblättertanz, der den Lebenswegrand flankiert.
Wortwind. Denken im Stoßatmungsabstand.
Novemberblind. Leben und Tod: im Handinhand.