Vom kleinen Versteck

Ich weiß ein kleines Versteck,
bist du dort, ist es so als wärst du einfach weg!

Im ganzen Haus gibt’s sonst keinen Ort
Wo du einfach hingehst und wärst fort!

Erst hinauf die streng geheime Leiter,
unten geht derweil ohne dich das Leben weiter.

Du krabbelst hinter Spinnenweben,
Schon ist es so, als hätte es dich nie gegeben,

und findest dich in einem hier-war-noch-nie-wer-Zimmer,
es fühlt sich an, als ob niemand sich an dich erinnert

Schnitzt deinen Namen an die hölzerne Wand
Nun hat nie jemand deinen Namen auch nur gekannt.

Über der Matratze tanzt der Staub im Sonnenlicht,
du liegst dazwischen und es gibt dich nicht.

Die Stille fließt durch jeden Spalt zu dir herein:
Ist das nicht wunderschön, einmal nicht da zu sein?

Es bleibt an diesem Ort die Zeit fast stehn

Und wenn sie wieder richtig läuft,
ist’s Zeit zurück zu gehn.

 

2 thoughts on “Vom kleinen Versteck

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