Sorry Greg, das Leben gibt’s nur Scheibchenweise – (3): Sorry über Internetcomics

Nach Teil (1) und Teil (2) von Haerzenswort, geht es endlich hier weiter: Christine sagte mir, dass ich mir nicht den Kopf zu zerbrechen bräuchte. Sie zeigte mir, um ihre Worte zu bestätigen, ein Bild auf ihrem Handy. Ein Comiczeichnung aus Amerika, meiner Meinung nach ganz offensichtlich von einer Frau gezeichnet, die Probleme damit hatte, zu sensibel zu sein. Der Spruch, den mir Cristine auch laut vorlas und sofort übersetzte, so als ob ich das nicht auch gekonnt hätte, lautete: „Manche ...

Wenn sein Leben ein Song wär

Sie fragt: Wie hältst du es aus? In deiner Haut? Er sagt nichts Weil er der Frage nicht traut, Die sich hinter all ihren Fragen aufstaut Sie packt Ein ganzes Leben zusammen Ein Leben aus Schmerz Er schaut aus dem Fenster In seiner Brust schlägt längst Nicht mehr nur noch sein Herz. Und er denkt: Wenn dieses Leben ein Lied wär Dann käm jetzt das Fill-In Mit verzerrten Gitarren Und donnerndem Schlagzeug darin Und nichts wäre so still Wie ein endgültiges „Fick dich!“ Das sie nicht aussprechen ...

Karawane

Es gibt eine Straße, Die nur weg führt, Nicht mehr. Eine Straße, die führt Der Schritt folgt dem Herz Nicht sehr. Alle Horizonte vereint im Fluchtpunkt voraus Nicht hier. Und ich hab Fernweh nach dem kommenden Wort, Und ich hab Fernweh nach Bergen und Meer Und ich hab Fernweh vor dem Jetzt und dem Hier Es gibt eine Straße, die führt alle Menschen zu mir ein Lichterheer Und alle Horizonte glühen mir einen Weg vor die Tür leuchtend schwer. Und ich hab Fernweh nach Ruhe und Flair. Und ...

Erdrutsch

Ich bin schon wieder in einen Erdrutsch geraten. So nenne ich bestimmte Augenblicke in meinem Leben, in denen mir alles irgendwie abhanden kommt. Und mit „alles“ meine ich nichts Materielles. Ich meine mich. Es begann damit, dass ein Internetunternehmen bei mir zu Hause Kabel neu verlegen musste. Rückblickend empfinde ich das als ziemlich metaphorisch. Dumm war nur, dass die Kabel hinter den Schränken meiner Bibliothek zu verlaufen hatten. Und so räumte ich alle Schränke an einem Tag aus, ...

Die Eroberung der ganzen verdammten Welt – healing the world

Wir lagen nebeneinander. Mein Kopf lag auf ihrer Schulter. Ich fragte: „Wenn dein Vater zu Hause ist, wann willst du wieder zu ihm?“ „Gar nicht.“, sagte sie. „Er ist das ganze Jahr weg.“, sagte ich dann. „Und wenn er da ist, bist du weg.“ „Ja.“ Ich sagte wieder: „Kompliziert.“ „Ja. Vielleicht.“ Mir gefiel die Dunkelheit nicht, obwohl sie auf Marisols Gesicht ein grau-schwarzes Schattenspiel zeichnete. Aber es war eine zu schweigsame Dunkelheit. Sie hatte ihre Hand ...

Papierflieger (5) – Erinnerung

Es ist furchtbar. In letzter Zeit werden ständig Gräber geschändet. Sie schmieren Farbe quer über den Grabstein, reißen Blumen aus der Graberde. Und es gibt keine Hinterbliebenen mehr, die für die Rechte des Toten eintreten könnten. Alles bleibt an uns hängen, die ihn ja gar nicht kannten. Die Rechnungen sind noch für Jahre bezahlt. Selbst wenn wir keine Moral hätten, daran soll es nicht scheitern. Wir machen täglich den Dreck weg, der auf dem kleinen Fleckchen Erde abgeworfen wird. Ich ...

Mobbing – deleted Scene

Nicht alle Kapitel schaffen es in die endgültige Version. Ein paar Szenen müssen der Schere zum Opfer fallen. Beim aktuellen Jugendroman müssen die folgenden raus. Definitiv. Zu viele Probleme für die Handlung. Zu viele neue Charaktere, die einfach nur auftauchen und nie wieder eine Rolle spielen. Aber der Gedanke dahinter gefällt mir und deshalb poste ich es jetzt hier, ohne dass ich es je überarbeiten werde. 17 Ich war noch in der Grundschule, als ich die erste Schlägerei mitangesehen ...

Papierflieger: (1) – Realität

Es gibt ja viele Scetche, die zeigen, was Leute tun würden, wenn sie die Macht eines Yedi hätten. Einen fand ich besonders witzig, weil das einzige, was der Alltagsyedi tat, war, Dinge oder Menschen hochzuheben. Erst die Bettdecke, damit er aufstehen konnte, dann ein Hindernis in seinem Konsolenspiel, der Bösewicht in seinem Lieblingsfilm, der normalerweise seinen Lieblingscharakter kurz vorm Ende tötet. Am Ende geht er zur Arbeit und hebt das Schild mit seinem Namen ganz nach oben auf der Tabelle: ...

Das Dogma

So wie es aussieht

Ist es so wie ich es sehe

Ist was ich sehe die Regel

Im Allgemeinen

Verbirgt sich

Das „Meinen“

Hinter dem „All“.

So wie es vorkommt

Hervorgetreten aus der

Gemeinheit

Ist das Besondere

Besonders

Weil es mir vorkommt

Wie es ist.

„So wie es aussieht

So soll es sein“

Sonst könnt ja am Ende

Alles viel vielfältiger

Und ich viel

Blinder gar

Sein

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Auf ein Strandbild
So sieht Neid aus
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Auf den Blick
Von hier ins Paradies

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Und du kannst mich wieder
Reinziehen
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Gibt es nicht für
Für den andern Fensterblick

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Auf den Abend in der Strandbar
Nur weil grade keiner da war
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Gehn auf das Halbkreispanorama
ab 181 Grad wird es unerträglich lahmer

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waren gestern, heut geht mehr ab
denn ab
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nennt sich das Foto kaum noch Urlaub.