Lyrik
Wenn ich einmal sterbe
Immerschrei
Schrei deinen Immerschrei
Der aus Blut und Schmerz
Dir von Kehle zum Herz
Die Eingeweide zerfetzt!
Leck deine Wunden An deinem Andertag
Mit deiner Zunge im eigenen Saft
Fehlt dir zur letzten Verteidigung
Kraft!
Die Zeit brennender Blutwurzeln!
Bring dich, wo der Fluss sich biegt
Und vermisch dich, unter denen
Die den letzten gottverdammten Seelenrest
Aus deiner Weltenbrust schlingen
Dich zu verbünden mit
Den hasserfüllten Gifthauchern
Die dich vernichten im ewigen Erinnerdichlicht.
Das Fremde bin ich
Das Fremde
bin ich.
Die Ferne
in mir
zu weit
um Details
zu erahnen.
Die Zeit
zu konkret
um den Moment
zu halten.
Ein Narrenturm
Ein Narrenturm
stürzt ein, es bleibt
das Fundament
als Zeuge der Vergangenheit.
Es ruhen in den Steinen
die Tränen aller Späße
von Narrenhand geführt.
Ein Narrenturm
bleibt stehen, er sieht
nun aus, als wär er stolz und frei
er ist der Zeuge einer Zukunft,
wird umschwärmt von Nebeln, die ihn
bergen. In seinen Steinen ruhen Bilder.
Er lässt sie frei, wenn er es will.
(2001)
Eine Schale voll Hoffnung
Eine Schale voll Hoffnung
geschöpft aus den Tiefen
der menschlichen Seele.
Ein Tropfen Liebe darin
lässt die Hoffnung
über den Rand treten.
(2001)